PV-Langzeitverhalten

Sind alternative Technologien zu klassischem, kristallinem Silizium mit besserem Schwachlichtverhalten besser geeignet, Mittagsspitzen zu glätten und eine gleichmäßigere Stromversorgung zu erbringen?
Für eine realistische und möglichst frühzeitige Optimierung des Solarstroms auf eine gleichmäßige Bereitstellung der erzeugten Elektrizität ist es notwendig, auf bereits bestehende und im Handel befindliche Technologien zurückzugreifen. Deshalb soll im Arbeitspaket PV-Langzeitverhalten ein Laboraufbau realisiert werden, in dem Solarmodule umfassend auf alle Eigenschaften charakterisiert werden können, die die Stromgestehungsverbreiterung positiv beeinflussen. Dazu zählen insbesondere das Schräglichtverhalten, Schwachlichtverhalten, der Einfluss von spektralen Veränderungen (Sonnenstand, Bewölkung etc.) sowie der Temperaturkoeffizient. Basis des Laboraufbaus ist ein variabler Sonnensimulator auf LED-Basis, der durch die Verwendung einer Vielzahl von LEDs verschiedener Wellenlängen die Möglichkeit bietet, unterschiedliche realitätsnahe Einstrahlspektren und Intensitäten bereitzustellen.

Mit Hilfe dieses Aufbaus können die heute gängigen Solarmodultechnologien evaluiert und eine Aussage getroffen werden, welche Kombination aus verschiedenen Technologien eine optimale Verteilung der Elektrizität über den Tagesverlauf bietet.

Die Laborausstattung wird ergänzt durch weitere Prüf- und Messgeräte, mit denen ein Vergleich der Lebensdauer der verschiedenen Modultypen ermöglicht wird. Die experimentellen Arbeiten werden durch mathematische Simulationen begleitet, um Zugang zu Werten zu erhalten, die experimentell nicht zugänglich sind.